Welchen Joghurt soll man wählen?
Welchen Joghurt soll man wählen: Die Zutatenliste lesen, nicht die Aufschrift auf der Verpackung
Im Regal stehen oft Naturjoghurt, griechischer Joghurt, Thermostat-Joghurt, Trinkjoghurt, Protein-Joghurt, Fruchtjoghurt und pflanzlicher Joghurt nebeneinander. Auf den Verpackungen sind Aufschriften wie "Fitness", "ohne Zucker", "Bio", "leicht" oder "mit Probiotika" zu finden. Dabei können sich zwei ähnlich aussehende Becher deutlich im Eiweiß-, Zucker- und Kaloriengehalt unterscheiden.
Um einen guten Joghurt auszuwählen, muss man keine Marken auswendig lernen oder das eine perfekte Produkt suchen. Es reicht, sich ein paar Zeilen auf der Verpackung anzusehen und zu verstehen, zu welchem Zweck Sie den Joghurt kaufen.
Welchen Joghurt wählen: die schnelle Antwort
Für ein gewöhnliches Frühstück oder einen Snack ist meist Naturjoghurt ohne süßen Zusatz am besten geeignet.
Wenn Sie mehr Eiweiß aufnehmen und länger satt sein möchten, sollten Sie griechischen Joghurt oder Skyr in Erwägung ziehen. Solche Produkte enthalten oft 8–12 g Eiweiß pro 100 g – die Werte des konkreten Produkts sollten aber immer auf der Verpackung geprüft werden.
Bei Laktoseintoleranz kann man laktosefreien Joghurt ausprobieren. Manche Menschen vertragen normalen Joghurt besser als Milch, aber die Reaktion ist immer individuell. Ein ungesüßter Joghurt mit etwa 2–5% Fett eignet sich sehr gut. Für ein Dessert kann man zu einem Produkt mit Fruchtzubereitung greifen, sollte dies aber als Süßspeise und nicht als neutrales Milchprodukt betrachten.
Das wichtigste Prinzip ist einfach: Zuerst das Ziel festlegen, dann die Zusammensetzung und Nährwerte mehrerer Varianten vergleichen.
Worauf sollte man beim Joghurtkauf achten?
Es gibt keinen einzigen Wert, an dem man die Produktqualität erkennt. Ein fettfreier Joghurt ist nicht zwangsläufig besser als einer mit 2% Fett, und ein dickflüssiger Joghurt enthält nicht immer besonders viel Eiweiß.
Joghurt vergleicht man am besten anhand von sieben Kriterien.
| Kriterium | Worauf achten? |
|---|---|
| Produktname | Ist es Joghurt oder ein Joghurtprodukt? |
| Eiweiß | Wie viele Gramm sind in 100g enthalten? |
| Kohlenhydrate | Ist das Milchprodukt in Wirklichkeit ein süßes Dessert? |
| Zutaten | Enthält es Zucker, Sirupe oder süße Zusätze? |
| Fettgehalt | Passt er zu Ihrer Ernährung und Ihrem Geschmack? |
| Kaloriengehalt | Wie viele Kalorien sind in 100g und in der gesamten Packung enthalten? |
| Portionsgröße | Wie viel davon essen Sie wirklich? |
Die Zahlen auf der Verpackung sind hilfreicher als die Werbeaufschriften auf der Vorderseite.
1. Prüfen Sie den Produktnamen
Schauen Sie zuerst, wie das Produkt im Kleingedruckten neben der Zutatenliste benannt ist.
Auf der Verpackung kann stehen:
-
Joghurt;
-
Trinkjoghurt;
-
Joghurt mit Fruchtzubereitung;
-
Joghurtprodukt;
-
Milchdessert;
-
Produkt mit Ersatz von Milchfett.
Diese Bezeichnungen bedeuten nicht zwangsläufig, dass das eine Produkt gut und das andere schlecht ist. Sie helfen aber zu verstehen, was tatsächlich enthalten ist.
Für einen Joghurt für den täglichen Verzehr ist meist die Variante mit einfacher Bezeichnung und Milcherzeugnis als Basis am verständlichsten. An erster Stelle der Zutatenliste sollte Milch oder Milchrohstoff wie Vollmilch oder standardisierte Milch stehen. Zucker, Sahne oder Fruchtzubereitung können ebenfalls enthalten sein und in die Ernährung passen – sie sind aber keine vollständigen Ersatz für Naturjoghurt.
2. Prüfen Sie den Eiweißgehalt
Eiweiß ist besonders wichtig, wenn Joghurt zum Frühstück, Snack oder zur Regeneration nach dem Training gekauft wird.
Ungefähre Richtwerte:
-
gewöhnlicher Naturjoghurt: etwa 3–5 g Eiweiß pro 100g;
-
dickflüssiger Naturjoghurt: ca. 5–8 g;
-
griechischer Joghurt und Skyr: meist ca. 8–12 g;
-
pflanzlicher Joghurt: von weniger als 1 g bis über 5 g, je nach Basis.
Das sind keine verbindlichen Standards, sondern praktische Anhaltspunkte für den Vergleich der Produkte. Prüfen Sie immer die Angaben des Herstellers.
Beispielsweise enthält ein 180-g-Becher:
-
bei 3,5 g Eiweiß pro 100 g etwa 6,3 g Eiweiß;
-
bei 10 g Eiweiß pro 100 g ganze 18 g Eiweiß.
Beide Produkte können als Joghurt bezeichnet sein, machen aber unterschiedlich satt.
Wenn Sie den Joghurt als proteinreichen Snack nutzen möchten, suchen Sie nach Produkten mit mindestens 8g Eiweiß pro 100g. Wenn Sie Joghurt in Müsli, Sauce oder Salat verwenden, ist ein hoher Eiweißgehalt nicht zwingend erforderlich.
3. Klären Sie den Zucker- und Kohlenhydratgehalt
Ein häufiger Fehler bei Joghurtwahl ist es, nur auf die Zeile "Kohlenhydrate" zu sehen und alles davon als zugesetzten Zucker zu interpretieren.
Milchprodukte enthalten Laktose – das ist natürlicher Milchzucker. Deshalb enthalten auch Naturjoghurts ohne Zusätze nie null Gramm Kohlenhydrate.
Zugesetzter Zucker und natürlicher Milchzucker sind verschiedene Bestandteile des Gesamt-Nährwerts. Süßer Joghurt kann somit sowohl Laktose als auch zugesetzte Süßstoffe oder Zucker enthalten.
Schauen Sie in die Zutatenliste. Mögliche Zutaten sind:
-
Zucker;
-
Saccharose;
-
Glukosesirup;
-
Glukose-Fruktose-Sirup;
-
Fruktosesirup;
-
Invertzuckersirup;
-
Honig;
-
Melasse;
-
konzentrierter Fruchtsaft;
-
süße Fruchtzubereitung.
Wird Zucker weit vorne in der Zutatenliste genannt, ist der Anteil im Produkt wahrscheinlich nennenswert.
Bei Naturjoghurt ohne Zusätze liegt der Kohlenhydratanteil meist bei 3–6 g pro 100 g. Die Werte hängen von Rezeptur und Herstellungstechnologie ab.
Stehen 10–15 g Kohlenhydrate pro 100 g auf der Verpackung, prüfen Sie die Zutaten genau – vermutlich handelt es sich um einen süßen Joghurt oder ein Milchdessert.
Was bedeutet "ohne zugesetzten Zucker"
Eine solche Aufschrift bedeutet nicht, dass das Produkt keine Kohlenhydrate enthält.
Enthalten sein können:
-
natürliche Laktose;
-
Fruchtzucker;
-
Kohlenhydrate aus Frucht- oder Beerenpüree.
Außerdem kann die Süße durch Süßstoffe erzeugt werden.
Deshalb sollte die Aufschrift auf der Vorderseite immer mit der Zutaten- und Nährwertangabe abgeglichen werden.
4. Wählen Sie den passenden Fettgehalt
Joghurt mit 0% Fett ist nicht automatisch die gesündeste Variante, und ein Produkt mit 3–5% Fett verhindert das Abnehmen nicht von selbst.
Der Fettgehalt beeinflusst:
-
den Kaloriengehalt;
-
den Geschmack;
-
die Konsistenz;
-
das Sättigungsgefühl;
-
die Kombinierbarkeit mit anderen Lebensmitteln.
Welchen Fettgehalt wählen
0–1%
Geeignet, falls Sie Kalorien reduzieren wollen und den Geschmack mögen. Prüfen Sie, ob der Hersteller fehlendes Fett nicht durch Zucker oder süße Zusätze ausgeglichen hat.
1,5–3,5%
Universeller Bereich für Frühstück, Snack, Müsli und Desserts. Solche Joghurts sind meist mäßig kalorienreich und haben eine angenehme Textur.
4–5%
Cremiger und sättigender. Gut geeignet für Saucen, Dressings und als Ersatz für saure Sahne. Die Portionsgröße sollte beachtet werden.
Mehr als 5%
Solche Produkte können lecker und nährreich sein, enthalten aber meist mehr Kalorien. Sie sollten nicht nur mit Joghurts, sondern auch mit Sahnedesserts oder Sauerrahm verglichen werden.
Beim Abnehmen wählt man den Fettgehalt nicht isoliert, sondern im Kontext der restlichen Ernährung. Wenn Sie tagsüber schon viel Käse, Nüsse, Öl und fetten Fisch essen, passt ein fettarmer Joghurt besser; bei sehr fettarmer Ernährung und schnellem Hungerrückkehr kann die cremigere Variante praktischer sein.
5. Kalorien für die ganze Verpackung berechnen
Hersteller geben üblicherweise Nährwerte pro 100 g an. Der Becher kann aber 120, 150, 180, 250 oder gar 400 g wiegen.
Zum Beispiel enthält ein Joghurt 65 kcal pro 100 g, die Verpackung wiegt 180 g.
Berechnung:
65 × 180 ÷ 100 = 117 kcal.
Hat ein Produkt 110 kcal pro 100 g, enthält dieselbe Verpackung:
110 × 180 ÷ 100 = 198 kcal.
Beide Produkte erscheinen auf den ersten Blick leicht, doch der Unterschied beträgt 81 kcal.
Besonders wichtig ist die Portion bei:
-
Trinkjoghurts;
-
großen Familienpackungen;
-
Joghurts mit Granola;
-
Desserts mit separatem Zusatzfach;
-
Produkten mit Nüssen, Schokolade oder Karamell.
6. Haben Sie keine Angst vor einer langen Zutatenliste
Eine einfache Liste ist praktisch für die Bewertung des Produkts. Zum Beispiel:
-
Milch;
-
Starterkulturen.
Doch die Zugabe von Stabilisatoren, Pektin, Stärke oder Milchpulver macht ein Produkt nicht automatisch "ungesund".
Solche Komponenten werden genutzt, um stabile Konsistenz und homogene Textur zu erreichen. Wichtiger ist, das Produkt insgesamt einzuschätzen:
-
wie viel Eiweiß es enthält;
-
wieviel Zucker;
-
wieviel Kalorien;
-
passt die Portionsgröße;
-
ob Ihnen der Geschmack gefällt;
-
ob Sie es gut vertragen.
Eine kurze Zutatenliste kann ein Plus sein, ersetzt aber keine Nährwertanalyse.
7. Die Portionsgröße beurteilen
Auch Naturjoghurt kann die tägliche Kalorienbilanz deutlich erhöhen, wenn Sie große Mengen essen und viele Zusätze verwenden.
Für einen Snack sind häufig 150–200 g ausreichend.
Zum Joghurt können Sie hinzufügen:
-
100–150 g Beeren;
-
einen kleinen Apfel;
-
eine halbe Banane;
-
Zimt;
-
Kakaopulver ohne Zucker;
-
5–10 g Samen;
-
5–10 g Nüsse.
Nüsse, Samen, Honig und Granola sind nicht kalorienfrei und müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Beispiel:
-
Joghurt: 120 kcal;
-
Granola 40 g: etwa 160–190 kcal;
-
Nüsse 20 g: etwa 120–140 kcal;
-
Honig 15 g: etwa 45–50 kcal.
So wird aus dem "leichten Joghurt" schnell eine Mahlzeit mit über 450 kcal.
Das ist nicht zwangsläufig schlecht – die Portion kann ein vollständiges Frühstück sein. Ein Fehler entsteht nur, wenn das Gericht als kleiner Snack und die Zusätze nicht berücksichtigt werden.
Was unterscheidet die verschiedenen Joghurtsorten?
Naturjoghurt
Er ist eine vielseitige Option für die tägliche Ernährung.
Man kann ihn:
-
mit Obst und Beeren essen;
-
ins Müsli geben;
-
für Salatdressings verwenden;
-
mit Senf, Knoblauch und Kräutern mischen;
-
für hausgemachte Desserts verwenden;
-
teilweise statt Sauerrahm oder Mayonnaise nutzen.
Der Eiweißgehalt von Naturjoghurt ist meist niedriger als bei griechischem Joghurt. Für einen sättigenden Snack empfiehlt es sich, mehrere Verpackungen direkt zu vergleichen.
Griechischer Joghurt
Griechischer Joghurt hat meistens eine cremige Konsistenz und einen erhöhten Eiweißgehalt. Das macht ihn praktisch für Snacks, Frühstück und Saucen.
Das Wort "griechisch" auf der Verpackung garantiert jedoch keinen bestimmten Eiweißgehalt.
Ein Produkt kann 9–10 g Eiweiß pro 100 g haben, ein anderes deutlich weniger. Manchmal entsteht die Konsistenz nicht nur durch Filtration, sondern auch durch Zusatz von Milchpulver oder Verdickungsmitteln.
Vergleichen sollte man deshalb die Werte, nicht nur den Namen.
Skyr
Skyr ist ein dickflüssiges Sauermilchprodukt mit hohem Eiweißgehalt. Viele Varianten sind fettarm, die genauen Werte von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.
Skyr eignet sich für alle, die hohe Eiweißmengen ohne große Essensportionen wünschen. Er ist aber säuerlicher und kompakter als normaler Joghurt.
Hauptregel bleibt: Prüfen Sie Zucker-, Eiweiß- und Kaloriengehalt.
Thermostat-Joghurt
Thermostat-Joghurt wird direkt in der Verpackung fermentiert, hat somit oft eine festere Struktur und charakteristischen Stich.
Das Wort "Thermostat" beschreibt die Produktionstechnik, nicht aber den Nährwert.
Thermostat-Joghurt kann sein:
-
naturbelassen;
-
gesüßt;
-
fettarm oder fettreich;
-
mit oder ohne Fruchtzubereitung;
-
mit unterschiedlichem Eiweißgehalt.
Wenden Sie hier dieselben Kriterien wie bei anderen Joghurts an.
Trinkjoghurt
Das Trinkformat ist praktisch für unterwegs oder im Büro. Das flüssige Produkt kann allerdings schnell konsumiert werden und sättigt oft weniger als fester Joghurt.
Außerdem finden sich in Trinkvarianten häufig süße Zusätze.
Beim Einkauf prüfen Sie:
-
Flaschengröße;
-
Kaloriengehalt pro Flasche;
-
Eiweißgehalt;
-
Kohlenhydratmenge;
-
Zucker- oder Sirupzusätze.
Eine 300–400 ml Flasche enthält oft zwei Standardportionen.
Fruchtjoghurt
Ein Bild von Erdbeeren, Pfirsichen oder Heidelbeeren auf der Verpackung sagt nichts über den Fruchtgehalt im Inneren aus.
Der Fruchtgeschmack entsteht meist durch Kombination von:
-
kleiner Menge Fruchtpüree;
-
Zucker;
-
Aromen;
-
konzentriertem Saft;
-
Farbstoffen.
Ein solches Produkt kann man natürlich essen — am besten aber als Dessert behandeln.
Wenn Sie die Süße selbst regulieren möchten, kaufen Sie Naturjoghurt und geben frische oder gefrorene Beeren hinzu. So haben Sie mehr Menge und können bestimmen, wie viel Obst und Zucker in Ihrer Portion landet. Der Verzehr von ungesüßtem Joghurt mit Früchten reduziert auch die Menge zugesetzten Zuckers.
Laktosefreier Joghurt ist für diejenigen gedacht, die Laktose schlecht vertragen.
Er ist nicht zwangsläufig kalorienärmer und dient nicht speziell zum Abnehmen. Der Unterschied liegt nur im Laktosegehalt, nicht im Energiegehalt.
Manche Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen kleine Mengen normalen Joghurts ohne Symptome, andere greifen ausschließlich zum laktosefreien Produkt. Die passende Portion muss individuell gefunden werden. Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie sind zwei verschiedene Probleme. Bei Allergie hilft ein laktosefreier Joghurt nicht, weil Milcheiweiß weiterhin enthalten ist.
Pflanzliche Produkte können hergestellt werden aus:
-
Soja;
-
Kokos;
-
Mandel;
-
Hafer;
-
Cashew;
-
anderen Pflanzenbasen.
Ihre Zusammensetzung und Nährstoffe variieren viel stärker als bei Milchjoghurt.
Sojaprodukte enthalten meist mehr Eiweiß. Kokos- und Mandeljoghurts hingegen oft sehr wenig Eiweiß, selbst bei cremiger Textur.
Beim pflanzlichen Joghurt prüfen Sie:
-
Eiweiß pro 100 g;
-
zugefügter Zucker;
-
Kaloriengehalt;
-
Fettmenge;
-
Calciumgehalt;
-
Vitamin D;
-
Verpackungsgröße.
Sojaprodukte mit Zusätzen von Calcium und Vitamin D kommen den Milchjoghurts in der Nährstoffbilanz oft näher als viele Mandel- oder Kokosvarianten.
Joghurt verbrennt kein Fett und beschleunigt das Abnehmen nicht per se.
Er kann in der Ernährung nützlich sein, wenn er:
-
beim Erreichen der Eiweißmenge hilft;
-
kalorienreichere Desserts ersetzt;
-
zur Herstellung leichter Saucen dient;
-
hilft, bis zur nächsten Mahlzeit satt zu bleiben;
-
in die tägliche Kalorienmenge passt.
Proteinreiche Produkte machen Snacks in Kombination mit Obst oder Ballaststoffen oft sättigender.
Wählen Sie griechischen Joghurt oder Skyr:
-
150–200 g;
-
mindestens 8 g Eiweiß je 100 g;
-
ohne süßen Zusatz oder mit moderatem Zuckergehalt.
Dazu können Sie Beeren oder Früchte geben.
Für eine leichte Sauce
Geeignet ist Naturjoghurt mit etwa 2–5% Fett.
Fügen Sie hinzu:
-
Salz;
-
Kräuter;
-
Knoblauch;
-
Senf;
-
Zitronensaft;
-
Gewürze.
Eine solche Sauce passt für Salate, Kartoffeln, Fisch, Döner oder gebackenes Gemüse.
Als Dessert-Ersatz
Entscheidend ist ein Produkt, das Ihnen wirklich schmeckt.
Manchmal hilft ein süßer Joghurt mit 150–180 kcal dabei, das Essen zufrieden zu beenden, ohne zu Keksen oder Schokolade zu greifen – dann erfüllt er seinen Zweck.
Sie müssen nicht zwangsläufig das fettärmste und kalorienärmste Produkt wählen. Wichtiger ist, dass Sie sich nach der Portion zufrieden fühlen und Ihre Ernährung einhalten können.
Was ist besser: Naturjoghurt oder griechischer Joghurt?
Keiner der beiden ist grundsätzlich besser.
Naturjoghurt ist praktischer, wenn:
-
Sie ein milderes, dünnflüssigeres Produkt suchen;
-
Joghurt ins Müsli kommt;
-
Sie eine Basis für ein Dressing brauchen;
-
hoher Eiweißgehalt kein Hauptziel ist;
-
Sie eine günstigere Variante möchten.
Griechischer Joghurt ist praktischer, wenn:
-
Sie einen proteinreichen Snack benötigen;
-
eine cremige Konsistenz wichtig ist;
-
Joghurt Sahne oder Creme ersetzen soll;
-
Sie mehr Eiweiß aus kleiner Portion wünschen;
-
das Produkt für ein proteinreiches Frühstück ist.
Stellen Sie beim Einkauf zwei Verpackungen nebeneinander und vergleichen Sie Eiweiß, Kalorien, Zucker und Portionspreis. Manchmal ist ein gewöhnlicher fester Joghurt günstiger als ein als "griechisch" beworbenes Produkt.
Sollte man probiotischen Joghurt kaufen?
Joghurt wird mit Starterkulturen hergestellt, dennoch unterscheiden sich die Werbeversprechen je nach Produkt stark.
Der Aufdruck "mit Probiotika" sagt alleine nichts aus über:
-
welche Mikroorganismen verwendet werden;
-
deren genaue Menge pro Portion;
-
ob sie bis zum Ablaufdatum erhalten bleiben;
-
welche Wirkung man von genau diesem Produkt erwarten kann.
Für die tägliche Wahl ist es sinnvoller, zunächst auf Zutaten, Eiweiß, Zucker, Kalorien und Verträglichkeit zu achten.
Joghurt ist kein eigenständiges Mittel zur Behandlung von Verdauungsproblemen. Bei dauerhaften Schmerzen, Durchfall, Blähungen oder anderen Beschwerden sprechen Sie die Ernährung besser mit Ihrem Arzt ab.
Beliebte Werbeaufschriften, denen man nicht blind vertrauen sollte
"Fitness"
Das ist ein Marketingbegriff, kein Qualitätsmerkmal. Das Produkt kann viel Zucker, Granola oder süße Zusätze enthalten.
"Leicht"
Das Produkt kann weniger Fett, aber nicht zwangsläufig weniger Zucker oder Kalorien enthalten.
"Ohne Zucker"
Prüfen Sie, ob wirklich aller Zucker gemeint ist oder nur der zugesetzte. Schauen Sie in die Zutatenliste und zur Kohlenhydratangabe.
"Proteinreich"
Vergleichen Sie den Eiweißgehalt mit normalem Joghurt. Manchmal beträgt der Unterschied nur 1–2 g pro 100 g.
"Mit Früchten"
Prüfen Sie den Prozentsatz und die Zusammensetzung des Fruchtzusatzes. Ein Bild mit Beeren garantiert keinen hohen Fruchtgehalt.
"Natürlich"
Auch natürlichen Joghurt sollte man nach Nährwert, Haltbarkeit und Lagerbedingungen bewerten.
"Thermostat"
Dies beschreibt die Herstellungsmethode, garantiert aber keinen hohen Eiweißgehalt oder Zuckerfreiheit.
"Griechischer Stil"
Das Produkt kann cremig sein, aber weniger Eiweiß enthalten als erwartet.
Wie wähle ich einen Joghurt in 30 Sekunden?
Nutzen Sie diese Kurz-Checkliste:
-
Sehen Sie sich den genauen Produktnamen an.
-
Finden Sie die Nährwerte pro 100 g.
-
Prüfen Sie den Eiweißgehalt.
-
Vergleichen Sie die Kohlenhydrate mehrerer Produkte.
-
Suchen Sie nach Zucker, Sirupen und Zusätzen in der Zutatenliste.
-
Multiplizieren Sie die Kalorienzahl mit dem Verpackungsgewicht.
-
Prüfen Sie Haltbarkeitsdatum und Unversehrtheit der Verpackung.
-
Wählen Sie das Produkt passend zu Ihrem jeweiligen Ziel.
Man muss nicht das perfekte Produkt für alle Einsatzzwecke suchen. Für Saucen, eiweißreiche Snacks und Desserts eignen sich je andere Joghurts.
Wie Joghurt in SIT30 berechnet wird
Um die Kalorien korrekt zu berechnen, suchen Sie in SIT30 das Produkt des jeweiligen Herstellers und gleichen Sie die Angaben mit der Packung ab.
Achten Sie auf:
-
Kalorien pro 100 g;
-
Eiweiß;
-
Fett;
-
Kohlenhydrate;
-
verzehrte Portionsgröße.
Falls die Datenbank andere Werte als Ihre Verpackung anzeigt, legen Sie ein eigenes Produkt mit den aktuellen Werten vom Etikett an.
Notieren Sie nicht einfach die gesamte Portion, falls Sie nur einen Teil gegessen haben. Beispiel: Aus einer 400-g-Packung können Sie 170 g entnehmen und exakt diese Menge eintragen.
Beeren, Früchte, Honig, Nüsse, Samen und Granola immer separat erfassen. So sehen Sie den wahren Kaloriengehalt des Gerichts und können die Mengen flexibel anpassen.
Kurzer Check für einen guten Joghurt
Für die tägliche Ernährung eignet sich meist ein Produkt mit folgenden Eigenschaften:
-
milchige oder klar deklarierte pflanzliche Basis;
-
ohne große Mengen süßer Zusätze;
-
passender Eiweißgehalt;
-
moderate Kalorienzahl pro Portion;
-
Fettgehalt passend zur Ernährung;
-
gute Verträglichkeit;
-
Geschmack, bei dem Sie nicht viel Zucker, Honig oder Granola nachlegen müssen.
Der beste Joghurt ist nicht zwingend der teuerste, fettärmste oder dickste. Entscheidend ist, dass das Produkt seinen Zweck erfüllt und in Ihren Alltag passt.
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Häufige Fragen
Welchen Joghurt sollte man beim Abnehmen wählen?
Wählen Sie ein Produkt, das in Ihr Kalorienlimit passt und ausreichend Eiweiß enthält. Für Snacks eignen sich oft Naturjoghurt, griechischer Joghurt oder Skyr ohne süße Zusätze. Den Fettgehalt können Sie nach Ihrem Geschmack und Gesamternährungsplan wählen.
Wie viel Zucker ist im Joghurt akzeptabel?
Es gibt keine universelle Zahl für jeden Menschen. Naturjoghurt enthält Kohlenhydrate aus Laktose. Sind die Kohlenhydrate deutlich höher, prüfen Sie die Zutatenliste auf Zucker, Sirupe oder Süßstoffe.
Welcher Joghurt ist besser: 0% oder 2%?
Joghurt mit 0% Fett hat weniger Fett und meist weniger Kalorien, die 2%-Variante kann jedoch leckerer und sättigender sein. Wählen Sie den, der Ihnen hilft, den Ernährungsplan ohne Heißhunger und viele Zusätze einzuhalten.
Darf man jeden Tag Joghurt essen?
Ja, wenn Sie den Joghurt gut vertragen und er zu einer abwechslungsreichen Ernährung passt. Es ist aber nicht notwendig, täglich Joghurt zu essen, wenn Sie Eiweiß und andere Nährstoffe aus anderen Lebensmitteln bekommen.
Darf man abends Joghurt essen?
Ja. Die Tageszeit ändert den Kaloriengehalt des Joghurts nicht. Entscheidend sind Portionsgröße, Zusätze und die Gesamtkalorienmenge des Tages.
Welcher Joghurt enthält am meisten Eiweiß?
Meist haben griechischer Joghurt, Skyr und spezielle Proteinprodukte mehr Eiweiß. Die Angabe auf der Verpackung ist aber entscheidend – immer die Eiweißmenge je 100 g überprüfen.
Darf man Joghurt bei Laktoseintoleranz essen?
Manche Menschen vertragen Joghurt besser als Milch. Probieren Sie es mit kleinen Portionen oder nehmen Sie ein laktosefreies Produkt. Bei starken Beschwerden sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Ernährung.
Welchen pflanzlichen Joghurt soll man wählen?
Vergleichen Sie den Eiweiß-, Zucker-, Calcium- und Vitamin-D-Gehalt. Sojajoghurt enthält meist mehr Eiweiß als Kokos- oder Mandeljoghurt, aber die Werte variieren je nach Produkt.