Brot beim Abnehmen: Welches sollte man wählen und wie viel darf man essen
Brot beim Abnehmen: Welches man wählen sollte und wie viel man essen darf
Brot ist oft das erste Lebensmittel, das Menschen aus ihrer Ernährung streichen, wenn sie abnehmen wollen. Damit verschwinden das Frühstücksbrot, das Brotstück zur Suppe und der gewohnte Toast mit Käse. Eine gewisse Zeit kann dieses Verbot tatsächlich helfen, weniger zu essen. Doch dann kommt oft ein starker Heißhunger auf Mehlprodukte, und ein gewöhnliches Stück Brot wird als Verstoß gegen die Diät empfunden.
Tatsächlich ist ein vollständiger Verzicht auf Brot zum Abnehmen nicht notwendig.
Brot darf beim Abnehmen gegessen werden. Es stoppt nicht die Fettverbrennung und verwandelt sich auch nicht automatisch in Fettreserven. Das Gewicht nimmt ab, wenn der Körper weniger Energie bekommt, als er verbraucht. Deshalb ist nicht allein die Tatsache, dass Brot auf dem Speiseplan steht, entscheidend, sondern seine Menge, Kalorien und die Kombination mit anderen Lebensmitteln.
Ein praktischer Richtwert für die meisten, die abnehmen: 30–60 g Brot pro Tag. Das entspricht etwa einer großen oder zwei kleinen Scheiben. Die genaue Portion hängt von der Gesamtenergiezufuhr, dem Appetit und anderen Kohlenhydratquellen ab.
Darf man Brot beim Abnehmen essen?
Ja, wenn das Brot in die tägliche Kalorienzufuhr passt.
Zum Beispiel können zwei kleine Brotscheiben mit einem Gesamtgewicht von 50 g ca. 110–140 kcal enthalten. Eine solche Portion passt problemlos selbst in eine moderat kalorienreduzierte Ernährung, besonders wenn das Brot Teil einer vollständigen Mahlzeit ist.
Das Problem entsteht meist nicht durch das Brot selbst, sondern durch die Beilagen:
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Butter
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fettreicher Käse
-
Wurst
-
Mayonnaise
-
Pastete
-
Nussmus
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süße Aufstriche
Zwei Scheiben Brot können etwa 130 kcal enthalten. Aber ein Sandwich mit Butter, Käse und Wurst liefert bereits 350–500 kcal.
Deshalb sollte man besser nicht fragen: „Darf ich Brot essen?“, sondern: „Welche Portion Brot kann ich in meine Ernährung integrieren?“
Wie viel Brot darf man beim Abnehmen essen?
Eine universelle Norm gibt es nicht. Die Menge hängt von deiner Kalorienzufuhr, deinen Essgewohnheiten und davon ab, wie sehr dich Brot sättigt.
Als Einstieg kann man folgende Richtwerte nehmen:
| Brotportion | Ungefähre Menge | Ungefähre Kalorienzahl |
|---|---|---|
| 25–30 g | 1 kleine Scheibe | 55–85 kcal |
| 40–50 g | 1 große oder 2 dünne Scheiben | 90–140 kcal |
| 60–80 g | 2 große oder 3 kleine Scheiben | 135–220 kcal |
| 100 g | Mehrere Scheiben | 200–300 kcal |
Die Kalorienangaben sind als Orientierung gedacht. Prüfen Sie immer die Angaben auf der jeweiligen Produktverpackung.
Für die meisten Menschen, die abnehmen wollen, ist eine Portion von 30–60 g pro Tag praktisch. Bei einer höheren Kalorienzufuhr, intensivem Training oder großem Kohlenhydratbedarf kann die Menge auch größer sein.
Beispiel für eine Ernährung mit 1200–1400 kcal
Man kann 30–40 g Brot am Tag einplanen:
-
ein Toast mit Ei zum Frühstück
-
ein kleines Stück Brot zur Suppe
-
offenes Sandwich mit Frischkäse und Fisch
Beispiel für eine Ernährung mit 1500–1700 kcal
Man kann 40–70 g Brot einplanen:
-
zwei kleine Scheiben zum Frühstück
-
eine Scheibe morgens und eine zum Mittagessen
-
ein kleiner Sandwich mit proteinreicher Füllung
Dies sind keine strengen Regeln. Man kann auch mit einer größeren Brotration abnehmen, sofern das Kaloriendefizit bestehen bleibt.
Welches Brot sollte man beim Abnehmen wählen?
Die praktischste Variante für den täglichen Speiseplan ist Brot aus Vollkorn-, Schrot- oder Roggenmehl mit ausreichend Ballaststoffen.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, Kohlenhydrate überwiegend aus Vollkorngetreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten zu beziehen. Für Erwachsene werden mindestens 25 g natürliche Ballaststoffe pro Tag empfohlen. Solches Brot enthält in der Regel mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe als Brot aus Auszugsmehl. Ballaststoffe vergrößern das Volumen der Nahrung und können helfen, das Sättigungsgefühl länger aufrechtzuerhalten. Die Aufschrift „Vollkorn“ auf der Vorderseite garantiert aber noch keine gute Zusammensetzung. Man sollte lieber die Zutatenliste und die Nährwerte prüfen.
Wie liest man die Brotzutatenliste?
Orientieren Sie sich nicht nur an Farbe, Namen oder Ährensymbolen auf der Verpackung.
1. Sehen Sie nach, welches Mehl an erster Stelle steht
Ein gutes Zeichen ist, wenn am Anfang der Zutatenliste stehen:
-
Vollkornweizenmehl
-
Weizenschrotmehl
-
Roggenschrotmehl
-
Roggenvollkornmehl
-
ganz vermahlenes Korn
-
gekeimtes Getreide
Steht dagegen „Weizenmehl Typ 405“ oder "Auszugsmehl" an erster Stelle, handelt es sich hauptsächlich um gewöhnliches Weißbrot, auch wenn Samen, Kleie oder kleine Mengen Roggenmehl beigemischt sind.
2. Prüfen Sie den Ballaststoffgehalt
Praktischer Richtwert: ab 5–6 g Ballaststoffe pro 100 g Produkt.
Einige gute Varianten können einen niedrigeren Wert haben, daher sollte man Brot nicht ausschließlich nach dieser Zahl beurteilen. Im Vergleich zweier ähnlicher Brote ist ein höherer Ballaststoffgehalt aber meist von Vorteil.
Bei der Bewertung von Vollkornprodukten empfiehlt es sich ebenfalls, auf die Reihenfolge der Zutaten und den Ballaststoffgehalt pro Portion zu schauen – nicht nur auf die Farbe des Brotes. Achten Sie auch auf den Kaloriengehalt.
Die meisten Brotsorten enthalten ca. 200–300 kcal je 100 g.
Brot mit viel Samen, Nüssen, Öl und Trockenfrüchten kann deutlich kalorienreicher sein als gewöhnliches Vollkornbrot. Eine gesunde Zusammensetzung bedeutet nicht, dass man das Produkt unbegrenzt essen sollte.
4. Achten Sie auf zugesetzten Zucker
Eine geringe Menge Zucker in der Zusammensetzung macht Brot nicht verboten. Zucker kann zur Hefegärung, für Geschmack und Krustenfarbe verwendet werden.
Befinden sich jedoch zusätzlich Zuckersirup, Honig, Trockenfrüchte oder Karamell in der Zutatenliste, kann der Kaloriengehalt deutlich höher sein.
5. Bewerten Sie die Zutatenliste ohne unnötige Angst
Eine lange Zutatenliste bedeutet nicht immer ein schlechtes Produkt. Verschiedene Getreidesorten, Samen, Sauerteig, Gewürze und Vitamine können aufgeführt sein.
Viel wichtiger ist zu verstehen:
-
welches Mehl verwendet wird
-
wie viel Ballaststoffe das Produkt enthält
-
ob viel Öl und Zucker enthalten sind
-
wieviel Kalorien pro 100 g enthalten sind
-
wie viel eine Scheibe wiegt
Vergleich verschiedener Brotsorten
Vollkornbrot
Einer der praktischsten Varianten beim Abnehmen.
Es wird aus Mehl hergestellt, das die Schale und den Keim des Korns enthält. Dadurch bleiben mehr Ballaststoffe und Mikronährstoffe im Produkt erhalten.
Vorteile:
-
trägt zur Abwechslung der Ballaststoffquellen bei
-
passt gut zu Eiern, Fisch, Geflügel und Frischkäse
-
geeignet für Toasts und Sandwiches
-
sättigt häufig besser als weiches Weißbrot
Vollkornbrot hat jedoch nicht zwangsläufig einen niedrigen Kaloriengehalt. Es sollte ebenfalls abgewogen und beachtet werden.
Roggenbrot
Roggenbrot kann eine gute Wahl sein, wenn tatsächlich Schrot-, Schalenmehl oder Vollkornmehl aus Roggen dominiert.
Es hat meist eine festere Konsistenz und einen ausgeprägten Geschmack. Oft reicht bereits ein kleineres Stück für ein Sandwich oder zur Suppe aus.
Der Hinweis „Roggenbrot“ bedeutet aber nicht automatisch, dass das Produkt ausschließlich aus Roggenmehl besteht. Viele Sorten sind Roggen-Weizen-Gemische, wobei Weizenmehl oft an erster Stelle steht.
Borodinski-Brot
Borodinski-Brot kann beim Abnehmen gegessen werden, sollte aber nicht allein wegen der dunklen Farbe als Diätprodukt betrachtet werden.
Enthalten sein können:
-
Roggen- und Weizenmehl
-
Malz
-
Zuckersirup
-
Zucker
-
Koriander
Der Kaloriengehalt von Borodinski ist oft mit anderen Brotsorten vergleichbar. Der Vorteil liegt meist im kräftigen Geschmack: Für manche Menschen reicht eine kleine Scheibe aus.
Weißbrot
Weißbrot ist beim Abnehmen nicht verboten.
Es enthält für gewöhnlich weniger Ballaststoffe und sättigt deswegen oft weniger als Vollkornbrot. Aber wenn gerade Weißbrot beliebt ist, schadet eine kleine Portion beim Abnehmen nicht.
Der NHS betont, dass auch Weißbrot Vitamine und Mineralstoffe enthält, aber beim Ballaststoffgehalt gewöhnlich dem Vollkornbrot nachsteht. – eine kleine Scheibe nehmen
-
eine Proteinquelle hinzufügen
-
die Mahlzeit mit Gemüse ergänzen
-
die gesamte Portion im Ernährungstagebuch notieren
Dieser Ansatz ist meist nachhaltiger, als sich einen vollständigen Verzicht aufzuerlegen und anschließend mit Überessen zu reagieren.
Brot mit Saaten
Samen bringen Geschmack, Textur, ungesättigte Fette und einige Mineralstoffe ins Brot. Gleichzeitig erhöhen sie den Kaloriengehalt.
Brot mit vielen Sonnenblumen-, Kürbis-, Leinsamen oder Nüssen kann mehr Kalorien als gewöhnliches Weißbrot enthalten.
Das macht es nicht schlecht – die Portion sollte aber kleiner oder genauer abgewogen werden.
Sauerteigbrot
Sauerteigbrot kann in die Ernährung beim Abnehmen aufgenommen werden, wenn es schmeckt und gut vertragen wird.
Sauerteig beeinflusst die Fermentation, den Geschmack und die Textur, macht Brot aber nicht kalorienarm. Zwei Sorten mit identischem Kaloriengehalt wirken auf die Energiebilanz gleich, unabhängig davon, ob sie mit Hefe oder Sauerteig hergestellt wurden.
Hefefreies Brot
Die Bezeichnung „hefefrei“ wird gern marketingtechnisch genutzt.
Für das Abnehmen ist das Fehlen von Backhefe nicht entscheidend. Hefefreies Brot kann genauso viele oder manchmal sogar mehr Kalorien enthalten wie normales Brot.
Man sollte es nach Geschmack, Verträglichkeit und Zutaten wählen – nicht in der Hoffnung, dass es das Abnehmen beschleunigt.
Eiweißbrot
Bei Eiweißbrot wird ein Teil des Mehls durch pflanzliches Protein, Samen oder andere Zutaten ersetzt.
Es enthält manchmal mehr Eiweiß und Ballaststoffe, ist aber durch Samen und Fette oft trotzdem sehr kalorienreich. Prüfen Sie die Werte pro 100 g und das Gewicht einer Scheibe.
Glutenfreies Brot
Glutenfreies Brot ist für Zöliakie-Betroffene notwendig und kann auch bei anderen medizinischen Indikationen verwendet werden.
Für gewöhnliches Abnehmen ist ein Umstieg jedoch nicht erforderlich. Glutenfreie Backwaren bestehen oft aus Reis- oder Maismehl und Stärke. Sie enthalten manchmal wenig Ballaststoffe und können genauso oder noch mehr Kalorien liefern wie reguläres Brot.
Brot oder Knäckebrot – was ist beim Abnehmen besser?
Knäckebrot erscheint oft leichter, enthält aber pro 100 g häufig mehr Kalorien als Brot. Dem Knäckebrot wurde ein Großteil des Wassers entzogen, daher sind Nährstoffe und Kalorien darin stärker konzentriert.
Zum Beispiel:
-
100 g Brot enthalten etwa 220–270 kcal
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100 g Knäckebrot etwa 320–380 kcal
Gleichzeitig wiegt ein Knäckebrot wenig und enthält nur 25–45 kcal. Der Vorteil liegt also nicht im niedrigen Kalorienwert pro 100 g, sondern in der festen Portionsgröße.
Die Hauptgefahr: Man isst unbewusst fünf oder sechs Knäckebrote statt ein oder zwei.
Wählen Sie, was besser sättigt. Wenn nach zwei Knäckebroten der Hunger bleibt, ein Stück Brot mit Ei aber über Stunden satt macht, ist Brot eine praktischere Wahl.
Ist getoastetes Brot gesünder?
Nach dem Toasten verliert Brot Wasser, aber die Kalorien bleiben erhalten.
Wenn man eine 40-g-Scheibe in den Toaster legt, wiegt sie nach dem Toasten weniger. Der Kaloriengehalt bleibt jedoch nahezu gleich.
Der Fehler entsteht, wenn jemand:
-
das getoastete Brot wiegt
-
im Kalorienrechner normales Brot auswählt
-
die Portion nach dem geringeren Gewicht berechnet
Besser ist es, die Scheibe vor dem Toasten zu wiegen oder fertige Angabe für Toastbrotscheiben zu nutzen, sofern der Hersteller diese nennt.
Darf man Brot abends essen?
Die Tageszeit allein macht Brot nicht dick.
Brot kann morgens, mittags oder abends gegessen werden. Entscheidend für das Gewicht sind die Tagesgesamtbilanz und regelmäßige Mahlzeiten.
Abends passt Brot gut zu:
-
Fisch
-
Geflügel
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Eiern
-
Quark
-
Gemüsesalat
-
Suppe
-
magerem Käse
Ein großes Sandwich mit Wurst, Mayonnaise und Käse vor dem Schlafengehen kann jedoch zu einem Kalorienüberschuss führen. Die Ursache liegt dann aber in Größe und Zusammenstellung der Mahlzeit, nicht in der Uhrzeit.
Was kombiniert mit Brot hält länger satt?
Brot ist allein in erster Linie eine Kohlenhydratquelle. Für mehr Sättigung sollten Protein und Gemüse ergänzt werden.
Gelungene Kombinationen
-
Vollkorntoast, Ei und Tomate
-
Brot, Frischkäse und mild gesalzener Fisch
-
Toast, Thunfisch im eigenen Saft und Gurke
-
Brot, gebratene Pute und Gemüse
-
Roggenbrot, Quark und frische Kräuter
-
Brot, Hummus und Gemüse
-
Toast, Avocado und Ei
-
kleines Stück Brot zur Suppe mit Fleisch oder Hülsenfrüchten
Ein proteinreiches Frühstück mit Gemüse und Vollkornprodukten ist oft sättigender als Brot mit süßem Aufstrich oder ein paar leere Toasts.
Weniger sättigende Varianten
-
Brot mit Marmelade
-
Toast mit Honig
-
Weißbrot mit etwas Butter
-
Brot mit Schokoladenaufstrich
-
mehrere trockene Knäckebrote ohne Auflage
Diese Varianten sind nicht verboten, aber danach kommt der Hunger meist schneller zurück.
Wie wird Brot im Kalorienzähler berechnet?
Eine der häufigsten Fehlerquellen: Brot im Ernährungstagebuch nur „stückweise“ zu erfassen.
Die Scheiben können sehr unterschiedlich ausfallen. Eine dünne Scheibe wiegt 20 g, ein dicker Brotschnitt aus demselben Laib kann 50–60 g wiegen.
Richtige Reihenfolge:
-
Stellen Sie den Teller auf die Küchenwaage.
-
Setzen Sie auf Null.
-
Legen Sie das Brot darauf.
-
Notieren Sie das genaue Gewicht.
-
Suchen Sie das Produkt nach Name oder Barcode.
-
Vergleichen Sie die Kalorienangaben mit der Verpackung.
-
Geben Sie das tatsächliche Portionsgewicht ein.
In SIT30 kann das Brot nach Namen gefunden oder per Barcodescanner hinzugefügt werden. Die App berechnet die Kalorien und berücksichtigt sie beim Tagesziel.
Berechnen Sie Ihren Bedarf und führen Sie Ihr Ernährungstagebuch in SIT30
Warum Brot manchmal beim Abnehmen stört
Brot allein ist selten der einzige Grund für ausbleibende Ergebnisse. Es gibt allerdings Situationen, in denen die Menge einfach zu groß wird.
Brot wird zusätzlich zur Hauptbeilage gegessen
Beispiel: Es gibt bei einer Mahlzeit:
-
Nudeln
-
Brot
-
Süßgetränk
-
Dessert
Jedes dieser Lebensmittel für sich ist erlaubt. Zusammengenommen steigt die Kalorienzufuhr jedoch deutlich.
Brot muss nicht komplett gestrichen werden. Es reicht häufig, sich für eines zu entscheiden: eine größere Portionsbeilage oder mehrere Scheiben Brot.
Aufstriche werden nicht mitberechnet
Man trägt 60 g Brot ein, vergisst aber hinzuzurechnen:
-
15 g Butter
-
30 g Käse
-
20 g Mayonnaise
-
mehrere Scheiben Wurst
Die reale Kalorienmenge des Sandwiches kann dadurch zwei- oder dreimal so hoch ausfallen wie erwartet.
Brot wird ohne Sättigungsgefühl gegessen
Weiches Brot kann leicht nebenbei gegessen werden. Beim Kochen wandern schon mal mehrere Stücke in den Mund, danach noch zwei zum Hauptgericht.
Hier hilft eine einfache Regel: Die gewünschte Portion vorab abschneiden und den Rest gleich wegräumen.
Sehr kalorienreiches Brot wird gewählt
Brot mit Nüssen, Samen, Öl, Käse und Trockenfrüchten ist zwar nährstoffreich, aber der hohe Nährwert bedeutet auch oft viele Kalorien.
Achten Sie auf Zahlen, nicht nur auf die Aufschrift „Fitness“, „Getreide“, „natürlich“ oder „gesund“.
Muss man Brot völlig ausschließen?
Ein kompletter Verzicht ist bei medizinischen Gegenanzeigen angebracht oder wenn man ganz bewusst Kohlenhydrate lieber aus anderen Quellen bezieht.
Brot nur zum Abnehmen komplett zu streichen, ist nicht nötig.
Ein striktes Verbot kann folgende Probleme auslösen:
-
Brot erscheint besonders begehrenswert
-
ein Sandwich wird als Rückfall gesehen
-
nach Missachtung des Verbots kommt Überessen
-
die Ernährung wird weniger praktisch
-
auswärts essen wird schwieriger
Viel sinnvoller ist es, die Portion zu kontrollieren.
Ein Beispieltag mit Brot beim Abnehmen
Hier ein Beispiel, wie Brot in eine normale Ernährung eingebaut werden kann.
Frühstück
-
Vollkornbrot: 50 g
-
2 Eier
-
Tomaten und Gurken
-
Kaffee oder Tee ohne Zucker
Mittagessen
-
Hähnchenfilet
-
Buchweizen
-
Gemüsesalat
-
Pflanzenöl, abgewogen
Abendessen
-
Fisch
-
gebackenes Gemüse
-
Naturjoghurt oder leichte Sauce
Brot ist Teil der Ernährung, verdrängt aber weder Eiweiß, Gemüse noch andere Nährstoffquellen.
Wie wählt man Brot im Laden? Kurzer Checkliste
Vor dem Kauf prüfen Sie fünf Punkte:
-
An erster Stelle steht Vollkorn-, Schrot- oder Roggenmehl.
-
Der Kaloriengehalt passt zu Ihrer üblichen Portion.
-
Mindestens 5–6 g Ballaststoffe pro 100 g sind enthalten.
-
Viel Samen, Öl und Trockenfrüchte werden bei den Kalorien berücksichtigt.
-
Der Geschmack sagt Ihnen zu und Sie können bei einer angemessenen Portion bleiben.
Es muss nicht das perfekte Brot sein. Brot sollte für Ihren Alltag praktisch, schmackhaft und verfügbar sein.
Häufige Fehler bei der Brotauswahl
Fehler 1. Brot nur nach Farbe kaufen
Dunkles Brot kann durch Malz, Zuckersirup oder andere Zutaten gefärbt sein. Die Farbe zeigt nicht den Vollkornanteil an.
Fehler 2. Jedes Brot mit Saaten als Diätprodukt betrachten
Die Samen erhöhen den Nährwert – aber auch die Kalorien.
Fehler 3. Keine Portion wiegen
Die Angabe „eine Scheibe“ ist zu ungenau. Die Scheibengewichte können sich sehr unterscheiden.
Fehler 4. Knäckebrot für kalorienarm halten
Auf 100 g gerechnet haben Knäckebrote oft mehr Kalorien als normales Brot.
Fehler 5. Brot ohne Kohlenhydrate suchen
Brot ist ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel. Das ist normal. Für das Abnehmen ist der komplette Ausschluss von Kohlenhydraten ohne medizinische Gründe nicht nötig.
Fehler 6. Angst vor Hefe
Hefe blockiert die Gewichtsabnahme nicht. Kaloriengehalt und Portionsgröße sind im Alltag viel wichtiger.
Kurzfazit
Brot darf beim Abnehmen gegessen werden.
Die beste Alltagswahl ist meist Vollkorn- oder Roggenbrot mit transparenter Zusammensetzung und genug Ballaststoffen. Aber auch gewöhnliches Weißbrot behindert die Abnahme nicht, wenn die Menge kontrolliert wird.
Starten Sie mit einer Portion von 30–60 g pro Tag und beobachten Sie, wie sie zu Ihrem Speiseplan und Appetit passt. Kombinieren Sie Brot mit proteinreichen Produkten und Gemüse, beachten Sie Butter, Käse und andere Zusätze.
Das wichtigste Prinzip: Suchen Sie nicht Brot, das beim Abnehmen hilft, sondern wählen Sie ein Produkt, das Ihnen erlaubt, die passende Kalorienzufuhr ohne ständiges Verbotsgefühl einzuhalten.
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