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Was hindert Frauen über 40 am Abnehmen: Ernährung, Schlaf und Stress

Was Frauen über 40 beim Abnehmen hindert: Ernährung, Schlaf, Stress, Aktivität

Nach dem 40. Lebensjahr beobachten viele Frauen ein seltsames Muster: Die Ernährung hat sich kaum verändert, die Portionen sind eher klein, aber das Gewicht steigt allmählich. Versuche, eine Diät einzuhalten, bringen nur kurzfristige Ergebnisse, nach denen die Kilos schnell zurückkehren. Der Bauch wird sichtbarer, die gewohnte Kleidung sitzt anders und das Abnehmen erfordert deutlich mehr Einsatz als vor zehn Jahren.

Das bedeutet nicht, dass es nach 40 unmöglich ist, abzunehmen oder dass der Körper aufgehört hat, Fett zu verbrennen. In der Regel verändern sich mehrere Faktoren gleichzeitig: die Muskelmasse, die Alltagsaktivität, die Schlafqualität, Essgewohnheiten und der Hormonhaushalt.

Der Hauptfehler besteht darin, das Problem nur durch Einschränkung des Essens lösen zu wollen. Eine Frau beginnt, weniger zu essen, übersieht aber Schlafmangel, ständige Anspannung, Bewegungsmangel und kalorienreiche Kleinigkeiten, die nicht als richtige Mahlzeit wahrgenommen werden.

Schauen wir uns an, was das Abnehmen nach 40 wirklich behindert und wie man die Situation ohne Hungern und anstrengende Workouts verändern kann.

Stimmt es, dass der Stoffwechsel nach 40 langsamer wird?

Das Alter schaltet nicht von einem Tag auf den anderen den Stoffwechsel aus. Mit den Jahren nimmt jedoch die Muskelmasse allmählich ab. Wenn eine Frau keine Kraftübungen macht und sich wenig bewegt, verbraucht der Körper entsprechend weniger Energie.

Muskeln benötigen sogar im Ruhezustand Energie. Je weniger aktive Muskelmasse vorhanden ist, desto niedriger ist der tägliche Kalorienverbrauch. Ein Speiseplan, mit dem das Gewicht mit 30 noch stabil war, kann nach 40 bereits einen kleinen Kalorienüberschuss verursachen.

Oft beträgt der Unterschied keine Hunderte von Kalorien, sondern lediglich 100–200 kcal pro Tag. Aber auch dieses kleine tägliche Plus macht sich über die Zeit beim Gewicht bemerkbar.

Während der Perimenopause und Menopause kann der Rückgang des Östrogenspiegels die Fettverteilung beeinflussen. Fett sammelt sich häufiger im Bauchbereich an, selbst wenn das Gesamtgewicht sich kaum verändert. Fachleute der Menopause Society weisen darauf hin, dass das Alter ein wichtiger Faktor für Gewichtszunahme ist, und hormonelle Veränderungen führen zusätzlich zur Umverteilung des Fettes in den Bauchraum.

Deswegen ist es nach dem 40. Lebensjahr besonders wichtig, nicht nur auf die Zahl auf der Waage zu achten, sondern auch den Taillenumfang, das Aktivitätsniveau, die Qualität der Ernährung und den Erhalt der Muskelmasse zu berücksichtigen.

1. Unbemerkter Kalorienüberschuss

Der häufigste Grund, warum das Gewicht nicht sinkt, ist das Fehlen eines tatsächlichen Kaloriendefizits.

Man kann ausschließlich zu Hause essen, Fastfood-Restaurants meiden und fast keine Süßigkeiten essen – und bekommt trotzdem mehr Energie, als der Körper verbraucht.

Häufig werden folgende Punkte unterschätzt:

  • Pflanzenöl bei der Essenszubereitung;

  • Käse, Nüsse und Samen;

  • Soßen und Dressings;

  • Kaffee mit Milch, Sahne oder Sirup;

  • kleine Happen beim Kochen;

  • große Mengen an Obst;

  • Alkohol;

  • Snacks unterwegs;

  • größere Portionen am Wochenende.

Zum Beispiel enthält ein Esslöffel Öl ungefähr 120 kcal. Wenn Öl dem Salat zugegeben und zum Braten verwendet wird, kann die Kalorienzufuhr beim gewohnten Essen schnell um 200–300 kcal steigen.

Ein kleiner Überschuss bleibt leicht unbemerkt. Die Frau glaubt, wenig zu essen, aber das Gewicht stagniert oder steigt langsam.

Was tun?

Man muss nicht das ganze Leben lang jedes Salatblatt abwiegen. Aber 7–14 Tage exakter Buchführung helfen, einen realistischen Überblick zu bekommen.

Besonders wichtig ist es, folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Öl;

  • Getränke;

  • Soßen;

  • Kaffeezusätze;

  • Käse;

  • Nüsse;

  • Süßigkeiten;

  • alle Snacks.

Der Kalorienzähler SIT30 hilft dabei, die ungefähre Kaloriennorm zu berechnen, Lebensmittel aufzuzeichnen und das Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten zu kontrollieren. Am Anfang reicht es, ehrlich alles aufzuschreiben, was man über den Tag gegessen hat, ohne das Ernährungstagebuch künstlich zu perfektionieren.

Mehr zur Lebensmittelerfassung: Wie man Kalorien richtig zählt: Waagen, Portionen, Öl und Getränke.

2. Zu strenge Diät

Die zweite Extreme nach 40 Jahren ist die drastische Reduzierung der Kalorienzufuhr.

Eine Frau möchte schneller abnehmen und isst nur noch 800–1000 kcal am Tag. Für einige Tage sinkt das Gewicht tatsächlich, aber danach treten auf:

  • Schwäche;

  • Reizbarkeit;

  • starker Abendhunger;

  • ständige Gedanken ans Essen;

  • weniger Aktivität;

  • Wochenend-Fressanfälle;

  • Heißhunger auf Süßes;

  • Wassereinlagerungen.

Der Körper widerspricht nicht den Gesetzen der Energiebilanz, aber das Verhalten der Person ändert sich. Bei strikten Einschränkungen bewegt sich die Frau weniger, hat mehr Fressanfälle und verliert die Kontrolle über ihre Ernährung.

Außerdem erhöht zu schnelles Abnehmen das Risiko für Muskelverlust. Der tägliche Kalorienverbrauch kann dadurch weiter sinken.

Welches Defizit ist optimal?

Für die meisten Frauen ist ein Defizit von etwa 10–20 Prozent des Erhaltungsbedarfs ein vernünftiger Ausgangspunkt.

Bleibt das Gewicht zum Beispiel bei 2000 kcal konstant, fällt die Reduktion auf 1600–1800 kcal meist leichter als eine Diät mit 1000–1200 kcal.

Die genaue Zahl hängt ab von:

  • Größe;

  • Gewicht;

  • Alter;

  • Schrittanzahl;

  • Workouts;

  • Gesundheitszustand;

  • Gewichtsabnahmegeschwindigkeit.

Eine grobe Kaloriennorm kann mit einer Formel oder per App berechnet werden. Mehr dazu: Kalorienbedarf zum Abnehmen: Berechnung nach der Mifflin-St. Jeor-Formel.

3. Zu wenig Eiweiß

Ab dem 40. Lebensjahr ist die Erhaltung der Muskeln besonders wichtig. Viele Frauen stellen ihre Ernährung jedoch hauptsächlich aus Brei, Obst, Broten, Gemüsesalaten und kleinen Snacks zusammen.

Solche Mahlzeiten wirken leicht und gesund, enthalten aber oft wenig Eiweiß. Die Sättigung hält deshalb nicht lange an und während einer Abnehmphase bekommt der Körper nicht genügend Baumaterial für die Muskeln.

Eiweißquellen:

  • Fleisch und Geflügel;

  • Fisch und Meeresfrüchte;

  • Eier;

  • Quark;

  • Naturjoghurt;

  • Käse in Maßen;

  • Hülsenfrüchte;

  • Tofu;

  • Sojaprodukte.

Die Menopause Society empfiehlt Frauen im mittleren Alter, etwa 1,2 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht und Tag für den Muskelerhalt einzuplanen. Der individuelle Bedarf kann davon abweichen, insbesondere bei regelmäßigen Workouts, Nierenerkrankungen oder anderen Einschränkungen.

Praktisch ist: Zu jeder Hauptmahlzeit eine Eiweißquelle ergänzen.

Zum Beispiel:

  • Frühstück: Eier, Quark oder griechischer Joghurt;

  • Mittagessen: Hähnchen, Pute, Fisch oder Hülsenfrüchte;

  • Abendessen: Fisch, Fleisch, Quark, Eier oder Tofu.

Eiweiß verbrennt nicht von selbst Fett. Es sorgt für Sättigung, Regeneration nach Belastung und Muskelerhalt.

4. Gesunde Lebensmittel ohne Portionenkontrolle

Lebensmittel können gesund, aber dennoch kalorienreich sein.

Nüsse, Avocado, Pflanzenöl, Käse, Vollkornbrot und Trockenfrüchte liefern wertvolle Nährstoffe. Ohne Portionenkontrolle können sie aber ein Kaloriendefizit verhindern.

Typisches Beispiel: Die Frau verzichtet auf Süßigkeiten, beginnt aber regelmäßig mit Nüssen und Trockenfrüchten zu snacken – dieser neue Snack kann kalorienreicher sein als das frühere Dessert.

Auch gesunde Lebensmittel zählen zur gesamten Kalorienbilanz.

Das heißt nicht, dass Nüsse oder Öl weggelassen werden müssen. Es reicht, die Mengen im Blick zu behalten:

  • Öl: mit Löffel abmessen oder abwiegen;

  • Nüsse: eine Portion vorher abteilen;

  • Käse: nicht nach Augenmaß schneiden;

  • Trockenfrüchte: als Ergänzung statt als Freestyle-Snack verwenden.

5. Zu wenig Gemüse und Ballaststoffe

Wird die Kalorienzufuhr reduziert, sollte das Essensvolumen nicht deutlich abnehmen. Sonst wird die Ernährung zu ein paar kleinen, aber kalorienreichen Portionen – und der Hunger kehrt schnell zurück.

Gemüse erhöht das Volumen der Mahlzeit, ohne die Kalorien stark zu erhöhen. Ballaststoffe fördern zudem die Verdauung und das Sättigungsgefühl.

Faustregel für die Hauptmahlzeit:

  • Hälfte des Tellers: Gemüse;

  • Viertel: Eiweißprodukt;

  • Viertel: Getreide, Kartoffeln, Nudeln oder andere Kohlenhydratquellen;

  • kleine Menge Fett.

Es müssen nicht nur rohe Salate sein. Gedünstetes, gebackenes, tiefgefrorenes oder gedämpftes Gemüse ist ebenso geeignet.

Bei Magen-Darm-Krankheiten sollten Menge und Zubereitung individuell angepasst werden.

6. Schlafmangel

Schlaf wird häufig als nebensächlicher Faktor angesehen. Es scheint, als genüge es, weniger zu essen und sich mehr zu bewegen, um abzunehmen.

Tatsächlich wird es nach mehreren Nächten mit Schlafmangel schwieriger, selbst einen gut strukturierten Plan einzuhalten.

Bei Schlafmangel treten oft folgende Effekte auf:

  • stärkerer Appetit;

  • Lust auf Süßes und Fettiges steigt;

  • weniger Lust zu kochen;

  • weniger Alltagsbewegung;

  • Workouts werden als anstrengender empfunden;

  • höhere Wahrscheinlichkeit abends zu viel zu essen.

Laut einer Studie der US National Institutes of Health ging eine längere Schlafdauer bei übergewichtigen Menschen mit einer geringeren Kalorienaufnahme einher. Die Forscher stellen auch fest, dass Schlafmangel den Appetit und das Verlangen nach kalorienreichem Essen verstärken kann.

In der Perimenopause kann der Schlaf zusätzlich durch Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen, Ängste und häufiges Erwachen beeinträchtigt werden. Unter solchen Bedingungen fällt es noch schwerer, ein Defizit einzuhalten.

Was hilft, den Schlaf zu verbessern?

  • zu ähnlichen Zeiten schlafen gehen und aufstehen;

  • den Großteil des Essens nicht in den späten Abend legen;

  • Koffeinkonsum nachmittags reduzieren;

  • das Schlafzimmer lüften;

  • mindestens 30–60 Minuten vor dem Schlafen grelle Bildschirme ausschalten;

  • Alkohol nicht als Einschlafhilfe verwenden;

  • bei stark ausgeprägten Hitzewallungen, Schnarchen oder häufigem Erwachen einen Arzt konsultieren.

Mehr: Schlaf: Schlüsselfaktor beim Abnehmen.

7. Chronischer Stress

Cortisol wird oft als das Hormon bezeichnet, das angeblich das Abnehmen komplett blockiert. Das ist eine zu starke Vereinfachung.

Stress hebt ein Kaloriendefizit nicht auf und macht aus Luft kein Fett. Aber er beeinflusst Verhalten und Wohlbefinden.

Bei chronischer Anspannung kann man:

  • häufiger ohne echten Hunger essen;

  • Süßes als Beruhigung nutzen;

  • schlechter schlafen;

  • wenig Bewegung haben;

  • Workouts weglassen;

  • mehr Alkohol trinken;

  • schlechter die Portionen kontrollieren.

Stress und Schlafmangel können außerdem das Wasservolumen im Körper beeinflussen. Dadurch nimmt das Gewicht vorübergehend zu oder stagniert, selbst wenn die Fettmasse langsam sinkt.

Wie merkt man, dass man Stress mit Essen kompensiert?

Vor einem ungeplanten Snack stellen Sie sich drei Fragen:

  1. Habe ich tatsächlich körperlichen Hunger?

  2. Wäre ich jetzt bereit, normales Essen zu mir zu nehmen, z.B. Suppe, Eier oder Fleisch mit Beilage?

  3. Was ist direkt vor dem Essenswunsch passiert?

Wenn nur Lust auf ein bestimmtes Nahrungsmittel besteht und zuvor ein Konflikt, Müdigkeit oder eine schlechte Nachricht kam, handelt es sich wahrscheinlich nicht um echten Hunger.

Ein kurzer Spaziergang, Dusche, Atemübung, ein Gespräch mit einem nahestehenden Menschen, Musik oder ein paar Minuten Stille können helfen. Essen darf auch Freude machen, sollte aber nicht der einzige Weg sein, mit Stress umzugehen.

8. Zu wenig Alltagsbewegung

Man kann auch trainieren, aber dennoch insgesamt zu wenig aktiv sein.

Sitzt eine Frau den Großteil des Tages am Computer, fährt mit dem Auto und erholt sich abends auf dem Sofa, gleichen zwei kurze Workouts pro Woche meist nicht den generellen Bewegungsmangel aus.

Die Alltagsaktivität ist entscheidend:

  • Gehen;

  • Haushaltstätigkeiten;

  • Treppensteigen;

  • Spaziergänge;

  • Einkaufen gehen;

  • Gartenarbeit;

  • im Büro umhergehen;

  • mit Kindern spielen;

  • alles, was nicht im Sitzen stattfindet.

Nach Umstellung auf Homeoffice kann die tägliche Schrittzahl um mehrere Tausend sinken – aber die Ernährung bleibt meist gleich.

Wie viel sollte man sich bewegen?

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen 150–300 Minuten moderate Ausdaueraktivität pro Woche oder 75–150 Minuten intensive Aktivität. Außerdem werden mindestens zwei Einheiten Krafttraining pro Woche für die Hauptmuskelgruppen geraten.

Man kann aber auch mit weniger beginnen.

Laufen Sie aktuell 3.000 Schritte am Tag, müssen Sie nicht sofort auf 10.000 kommen. Erhöhen Sie auf 1.000–1.500 Schritte mehr und halten Sie dies einige Wochen.

Die Gehmengen kann man aufteilen:

  • 10 Minuten morgens;

  • 10–15 Minuten nach dem Mittagessen;

  • 15–20 Minuten abends.

Mehr: Gehen und Heimtraining zum Abnehmen: Was wirklich hilft.

9. Fehlende Kraftübungen

Viele Frauen über 40 wählen ausschließlich Cardio: Laufband, Ergometer oder langes Gehen.

Cardio ist gut für das Herz, die Ausdauer und erhöht den Kalorienverbrauch. Für den Muskelerhalt ist aber auch Widerstandstraining nötig.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Kniebeugen zum Stuhl;

  • Beckenheben (Hip Thrust);

  • Wandliegestütze;

  • Übungen mit Hanteln;

  • Zugübungen mit elastischem Band;

  • Wadenheben;

  • Rückenübungen;

  • Training an Kraftgeräten.

Für den Anfang genügen zwei Workouts pro Woche à 20–40 Minuten.

Man muss keine schweren Gewichte heben – aber die letzten Wiederholungen einer Übung sollten bei guter Technik echte Anstrengung erfordern.

Krafttraining macht aus einer Frau keine Profisportlerin. Es erhält Muskeln, Funktionalität, Haltung und Knochendichte.

Mehr: Krafttraining ab 35: Wie beginnen und planen?.

10. Mehr essen als Belohnung fürs Training

Nach dem Training entsteht oft das Gefühl, sich jetzt „mehr“ gönnen zu dürfen.

Das Problem: Der Kalorienverbrauch beim Workout wird häufig überschätzt, der Kaloriengehalt der Belohnung unterschätzt.

Ein Spaziergang oder Workout kann den Verbrauch um 200–300 kcal erhöhen. Kaffee mit Sirup, Teilchen oder ein großer Proteinriegel holen diese Kalorien schnell zurück.

Das heißt nicht, dass man nach dem Sport nichts essen darf. Im Gegenteil: Eine ausgewogene Mahlzeit unterstützt die Regeneration und reduziert Heißhunger am Abend.

Optimal nach dem Training:

  • Eiweißquelle;

  • Gemüse oder Obst;

  • maßvolle Portion Kohlenhydrate;

  • Wasser.

Man sollte den Kalorienangaben auf Fitness-Trackern nicht blind vertrauen. Sie helfen zwar, die Aktivität einzuschätzen, aber bei der Energieberechnung können sie erheblich abweichen.

11. Gewicht wird nur mit einer Methode gemessen

Das Körpergewicht schwankt täglich durch:

  • Salzaufnahme;

  • Kohlenhydrate;

  • Menstruationszyklus;

  • Darmfüllung;

  • Workouts;

  • Entzündungsreaktion der Muskeln;

  • Stress;

  • Schlafmangel;

  • Trinkmenge.

Wenn das Gewicht heute um ein Kilo höher ist, heißt das fast nie, dass in 24 Stunden ein Kilo Fett aufgebaut wurde.

Dafür bräuchte es einen enormen Energieüberschuss.

Besser ist es, regelmäßig unter gleichen Bedingungen zu wiegen und einen Wochendurchschnitt zu betrachten. Zusätzlich kann der Taillenumfang alle 2–4 Wochen gemessen werden.

Aussagekräftig ist nicht eine einzelne Waage, sondern der Trend über mehrere Wochen.

12. Das Wochenende macht das Defizit der Woche zunichte

Von Montag bis Freitag hält man den Plan ein, am Wochenende lässt man locker. Zwei Tage scheinen wenig Einfluss zu haben.

Nehmen wir ein Beispiel:

  • Defizit pro Tag Montag-Freitag: 300 kcal;

  • gesamt unter der Woche: 1.500 kcal Defizit;

  • Überschuss am Samstag und Sonntag: je 800 kcal;

  • gesamt am Wochenende: 1.600 kcal Plus.

Das Wochen-Defizit verschwindet, obwohl die meiste Zeit „richtig“ gegessen wurde.

Man muss das Wochenende nicht mit Mealprep und Küchenwaage verbringen. Es reicht, die Struktur beizubehalten:

  • normales Frühstück;

  • vollwertiges Mittagessen;

  • geplanter Nachtisch;

  • normales Abendessen;

  • möglichst wenige ungeplante Snacks.

13. Alkohol erschwert die Kontrolle über die Ernährung

Alkohol liefert Kalorien, doch das ist nicht das einzige Problem.

Nach ein paar Gläsern:

  • sinkende Selbstkontrolle;

  • Appetit steigt;

  • Lust auf Salziges und Fettiges steigt;

  • Schlafqualität sinkt;

  • wird man am nächsten Tag träge;

  • fällt es schwerer, zum Plan zurückzukehren.

Selbst wenn das Getränk in die Tagesbilanz passt, kann regelmäßiger Alkoholkonsum das Abnehmen indirekt erschweren.

Besonders unauffällig sind die Kalorien aus Wein, Cocktails, Likören und Snacks.

14. Hormonelle Veränderungen sind nicht für alles verantwortlich

Nach dem 40. Lebensjahr kann die Perimenopause einsetzen. Mögliche Anzeichen:

  • Veränderung der Zykluslänge;

  • unregelmäßige Menstruation;

  • Hitzewallungen;

  • nächtliches Schwitzen;

  • Schlafstörungen;

  • Stimmungsschwankungen;

  • Veränderung der Fettverteilung;

  • abnehmende Energie.

Hormonelle Veränderungen bedeuten jedoch nicht, dass das Kaloriendefizit nicht mehr wirkt. Sie können die Einhaltung erschweren – wegen Schlaf, Appetit, Stimmung und Aktivitätsrückgang.

Die Hormontherapie ist auch kein Medikament zum Abnehmen. Sie kann bestimmte Symptome wie Hitzewallungen und Schlafstörungen lindern, aber über die Anwendung entscheidet der Arzt individuell.

Man sollte nicht eigenständig Hormonpräparate, Nahrungsergänzungsmittel oder Mittel „zur Stoffwechsel-Optimierung“ einnehmen.

15. Es gibt medizinische Gründe, die überprüft werden sollten

Manchmal ist das Abnehmen tatsächlich aufgrund von Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme erschwert.

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Gewichtszunahme begleitet wird von:

  • starker Schwäche;

  • ständiger Müdigkeit;

  • Ödemen;

  • starker Kälteempfindlichkeit;

  • plötzlichem Haarausfall;

  • Verstopfung;

  • Störungen des Menstruationszyklus;

  • ungewöhnlichem Durst;

  • häufigem Wasserlassen;

  • starkem Schnarchen und Atempausen im Schlaf;

  • rascher, unerklärlicher Gewichtszunahme.

Das Gewicht wird durch manche Medikamente, Schilddrüsenerkrankungen, Schlafstörungen und andere Erkrankungen beeinflusst. Das US National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases nennt Schlaf, Medikamente, Gesundheitszustand, Essgewohnheiten, Aktivität und Vererbung als Einflussfaktoren auf das Gewicht.

Man muss nicht Dutzende Laborwerte ohne Anlass bestimmen. Beginnen Sie beim Hausarzt oder Endokrinologen, der Symptome bewertet und die nötigen Untersuchungen veranlasst.

Wie nimmt man nach 40 ab: Ein bewährtes Schema

Für eine Gewichtsabnahme braucht es keinen perfekten Modus. Man benötigt ein System, das über Monate beibehalten werden kann.

Schritt 1. Reale Kalorienaufnahme bestimmen

Schreiben Sie 7–14 Tage lang alle Lebensmittel und Getränke auf. Wiegen Sie die kalorienreicheren Komponenten: Öl, Käse, Nüsse, Getreide, Süßigkeiten und Soßen.

Schritt 2. Mäßiges Defizit schaffen

Senken Sie die durchschnittliche Kalorienaufnahme um etwa 10–20 Prozent. Verfolgen Sie kein maximal schnelles Ergebnis.

Schritt 3. Mehr Eiweiß einbauen

Integrieren Sie zu Frühstück, Mittag- und Abendessen jeweils eine Eiweißquelle.

Schritt 4. Essensvolumen erhöhen

Fügen Sie Gemüse, Suppen, Beeren, Obst und weitere mäßig kalorienreiche Produkte hinzu.

Schritt 5. Alltagsbewegung schrittweise steigern

Erhöhen Sie die durchschnittlichen Schritte um 1.000–1.500 am Tag. Bewerten Sie das Ergebnis nach einigen Wochen.

Schritt 6. Krafttraining ergänzen

Beginnen Sie mit zwei kurzen Einheiten pro Woche.

Schritt 7. Schlafzeit schützen

Versuchen Sie, 7–9 Stunden zu schlafen und möglichst regelmäßig schlafen zu gehen. Bei chronischer Schlaflosigkeit, Hitzewallungen oder auffälligem Schnarchen sprechen Sie mit dem Arzt.

Schritt 8. Durchschnittsgewicht betrachten

Ziehen Sie keine Schlüsse nach einer einzelnen Messung. Vergleichen Sie die Durchschnittswerte über 3–4 Wochen.

Beispiel für einen Tagesplan

Dies ist kein allgemeingültiger Plan, sondern Beispiel für eine Essstruktur.

Frühstück

Omelett aus zwei Eiern, Gemüse, ein Stück Vollkornbrot und Naturjoghurt.

Mittagessen

Hähnchen oder Fisch, Buchweizen, Reis oder Kartoffeln, große Portion Gemüse.

Snack

Quark mit Beeren, Obst mit Joghurt oder eine kleine Portion Nüsse.

Abendessen

Pute, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte oder Tofu mit Gemüse. Bei starkem Abendhunger eine moderate Portion Getreide oder Kartoffeln ergänzen.

Dessert

Eine kleine Portion Süßes kann ins Tagesbudget eingeplant werden. Ein totales Verbot endet oft im Überessen.

Fertiger Speiseplan: Speiseplan mit 1.500 kcal pro Tag für Frauen 35+: Menü mit Rezepten.

Woran erkennt man, dass der Plan funktioniert?

Bewerten Sie nicht nur das Gewicht.

Zeichen des Fortschritts:

  • das Durchschnittsgewicht sinkt allmählich;

  • der Taillenumfang nimmt ab;

  • Kleidung sitzt lockerer;

  • Appetit lässt sich besser regulieren;

  • die Zahl der Schritte nimmt zu;

  • Kraft steigt;

  • Schlaf verbessert sich;

  • Fressanfälle werden seltener.

Sogar eine Gewichtsabnahme von 5–10 Prozent kann die Gesundheitswerte positiv beeinflussen. Auch die Stabilisierung und das Verhindern weiterer Gewichtszunahme sind ein bedeutender Erfolg für Frauen in den Wechseljahren.

Was tun, wenn das Gewicht nicht sinkt?

Ändert sich das Durchschnittsgewicht und die Umfänge über 3–4 Wochen nicht:

  1. Prüfen Sie die Erfassung von Öl, Soßen, Getränken und Snacks genau.

  2. Analysieren Sie die Ernährung am Wochenende.

  3. Vergewissern Sie sich, dass das Kalorienziel wirklich eingehalten wird.

  4. Schauen Sie auf die Schrittzahl.

  5. Erhöhen Sie um 1.000–2.000 Schritte oder reduzieren Sie die Kalorien minimal.

  6. Ändern Sie nicht alles auf einmal.

  7. Bewerten Sie erneut nach 2–3 Wochen.

Manchmal steht das Gewicht vorrübergehend wegen Wasser, vor allem nach neuen Workouts, salzigem Essen, Schlafmangel oder zu bestimmten Zykluszeiten.

Mehr: Warum das Gewicht trotz Defizit stagniert: 12 echte Gründe und Lösungen.

Das Wichtigste

Nach dem 40. Lebensjahr liegt es beim Abnehmen meist nicht an einem einzelnen Hormon oder an einem „kaputten Stoffwechsel“.

Meistens kommen mehrere Faktoren zusammen:

  • unbemerkter Kalorienüberschuss;

  • Muskelverlust;

  • zu wenig Eiweiß;

  • geringe Alltagsaktivität;

  • fehlende Kraftbelastung;

  • chronischer Schlafmangel;

  • stressbedingtes Überessen;

  • veränderte Essgewohnheiten;

  • hormonelle Symptome, die Schlaf und Wohlbefinden beeinträchtigen.

Die Lösung muss ebenfalls ganzheitlich sein. Ein moderates Kaloriendefizit, ausgewogene Ernährung, regelmäßiges Gehen, Krafttraining und guter Schlaf helfen mehr als die nächste Crashdiät.

Versuchen Sie nicht, alles an einem Tag zu ändern. Beginnen Sie mit einer Sache, die Sie wirklich wiederholen können: Mahlzeiten aufschreiben, abends spazieren gehen, zum Frühstück Eiweiß ergänzen oder eine halbe Stunde früher schlafen gehen.

Abnehmen nach 40 ist möglich. Es erfordert keine Bestrafung für gegessenes Essen, sondern das genaue Anpassen der Gewohnheiten an den veränderten Lebensstil.

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